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Dorf von Orosei

Orosei: ein Aufenthalt zwischen Geschichte und Magie

Orosei ist die historische Hauptstadt der Mittelerde, zwischen Baronia und Barbagia, und entstand an den Hängen des Monte Tuttavista, unweit der Mündung des Flusses Cedrino. Die Ursprünge des Dorfes gehen auf die Römerzeit zurück, aber seine größte Entwicklung erfolgte zur Zeit der Giudicati. Später wurde es eine feudale Hauptstadt und erlebte im achtzehnten Jahrhundert keine sehr gute Zeit. Ende des Jahrhunderts nahm das Städtchen jedoch sein Schicksal wieder in die Hand und brachte seine Wirtschaft wieder in Schwung. Heute ist das kleine Dorf von Orosei ein wichtiges touristisches und kulturelles Zentrum.
Direkt auf der Piazza del Popolo befindet sich eine der wichtigsten Barockkirchen Sardiniens, die Pfarrkirche San Giacomo, der Schutzpatron des Orts. In ihrem Inneren befinden sich ein Baptisterium und diverse Holzstatuen. Weitere besichtigungswürdige Kirchen sind die Kirche Sant’Antonio, die Kirche San Gavino und die Kirche Sas Animas. Das Fest des Schutzpatron fällt auf den 25. Juli und wird mit religiösen Prozessionen und folkloristischen Veranstaltungen gefeiert. Eine Besonderheit sind die drei Bruderschaften, die es in Orosei gibt: des Heiligen Kreuzes (Santa Croce), des Rosenkranzes (Rosario) und der Seelen (Anime). Es handelt sich um Laien, die eine charakteristische Kleidung tragen und sich das ganze Jahr über, vor allem in der Karwoche, dem religiösen Kult widmen. In Orosei befindet sich auch das im Jahr 2000 gegründete Guiso Museum, das Nanni Guiso gewidmet ist, dem letzten Adligen der Baronien, der 2006 starb. Das Museum beherbergt eine grosse Sammlung von Miniaturtheatern, Büchern und verschiedenen von ihm gestifteten Gegenständen aus dem achtzehnten Jahrhundert und hat seinen Sitz in einem Palast aus dem siebzehnten Jahrhundert im Stadtteil Palathos Vezzos.

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